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Grundsteuerreform

Was Eigentümer jetzt wissen müssen


Zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2022 müssen alle Immobilieneigentümer eine Grundsteuererklärung abgeben.

Was muss ich als Immobilieneigentümer wissen?

Aufgrund der Grundsteuerreform sind Grundstückseigentümer verpflichtet, eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (sog. Feststellungserklärung) beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Ab Mai erhalten Eigentümerinnen und Eigentümer von der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen ein individuelles Informationsschreiben mit Daten, die der Finanzverwaltung vorliegen und die für die Erstellung der Feststellungserklärung benötigt werden.

Wann muss ich die Erklärung abgeben und in welcher Form?

Die Freistellungserklärungen müssen im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2022 abgegeben werden. Was es noch komplizierter macht: Die Feststellungserklärungen können ausschließlich digital bei dem zuständigen Finanzamt über ELSTER eingereicht werden. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer verfügen bisher über kein ELSTER-Benutzerkonto und sind nun gezwungen, ein entsprechendes Benutzerkonto anzulegen.

Falls Steuerpflichtige nicht die Möglichkeiten zur elektronischen Abgabe der Erklärung haben, dürfen nahe Angehörige sie hierbei unterstützen. Diese können die eigene Registrierung bei ELSTER nutzen, um die Erklärung für ihre nahen Angehörigen abzugeben. Nur in ganz besonders gelagerten Ausnahmefällen kann eine Erklärung in Papierform abgegeben werden. Damit die Formulare auf dem Postweg angefordert werden können, ist ein sogenannter Härtefallantrag beim zuständigen Finanzamt zu stellen. Wenn das Finanzamt den Antrag akzeptiert, darf die Steuererklärung dann auch per Post ans Finanzamt geschickt werden. Dieser Antrag sollte möglichst früh gestellt werden, um rechtzeitig die Versendung der Papierformulare in Gang zu setzen.

Für einfach gelagerte Sachverhalte (unbebaute Grundstücke, Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen), wird in NRW ab Juli 2022 unter www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de eine vereinfachte elektronische Übermittlungsmöglichkeit für die Steuererklärung zur Verfügung gestellt. Diese Plattform ist vom Bundesministerium der Finanzen speziell für Privatpersonen entwickelt, die einfache Eigentumsverhältnisse haben: Ein- oder Zweifamilienhaus, Eigentumswohnung oder unbebautes Grundstück

Ab wann gilt die neue Grundsteuer?

Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage. Ab dem 1. Januar 2025 ist dann der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden.

Welche Daten werden benötigt?

  • Gemarkung und Flurstück des Grundstücks (s. Grundbuch)
  • Persönliche Angaben des Steuerpflichtigen, u.a. Steueridentifikationsnummer und Einheitswertnummer (auf dem Grundabgabenbescheid)
  • Fläche des Grundstücks in m²
  • Bodenrichtwert (www.boris.nrw.de)
  • Grundstücksart, z.B. Einfamilienhaus, Wohnungseigentum, Geschäftsgrundstück usw.
  • Bezugsfertigkeit des Gebäudes, z.B. 1980
  • Ggfs. Jahr der Kernsanierung
  • Anzahl der Wohnungen sowie Garagen/Tiefgaragenplätze
  • Wohn- und Nutzflächen in m²
  • Bei Nichtwohngrundstücken: Bruttogrundflächen
  • Bei Land- und Forstwirtschaft sowie Tierbestand sind Angaben zu Flächen und Anzahl hierzu erforderlich

Was können Immobilieneigentümer vorbereitend tun?

Sofern Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Freistellungserklärung selbst erstellen wollen, sollten sie sich rechtzeitig um die Anlage eines ELSTER-Benutzerkontos kümmern, damit mögliche technische Schwierigkeiten ohne Zeitdruck behoben werden können. Für die Anlage eines Benutzerkontos benötigen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer.

Wie geht es weiter?

Nach der Abgabe der Erklärung zur Feststellung der Grundsteuer wird der Grundsteuerwert berechnet und es wird der Grundsteuermessbescheid ausgestellt. Sollte der Grundsteuermessbescheid Fehler enthalten, kann gegen diesen binnen eines Monats beim Finanzamt Einspruch eingelegt werden. Sofern kein Einspruch eingelegt wird, wird dieser bestandskräftig und zur Berechnung der Grundsteuer ab 01.01.2025 herangezogen.

Tipp:

Frühzeitig Unterlagen zusammenstellen

Beginnen Sie mit der Zusammenstellung der zuvor beschriebenen und benötigten Angaben so früh wie möglich. Prüfen Sie die Angaben auf Aktualität – ggfs. wurde in den letzten Jahren an- oder umgebaut, so dass die vorhandenen Daten nicht mehr aktuell sind. Stichtag für die Angabe ist der Zustand am 01.01.2022.

Wir helfen Ihnen bei der Feststellungserklärung:

Lassen Sie sich bereits heute telefonisch unter 0231-958321 oder per Mail (info@hausundgrund-dortmund.de) für einen Termin vormerken.